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Geschichte des Badens

BadSeit der Antike kultivierten die Menschen das Baden. Zu damaligen Zeiten wurde der Vorgang sehr viel stärker zeremonisiert und dementsprechend mit magischen Bedeutungen verknüpft.
 
Sicherlich diente das Baden auch dem etwas profanen Zweck der Reinigung des Körpers, aber man verband dies auch mit einer Reinigung der Seele. So war es zum Beispiel im alten Ägypten üblich, dass Hohe Priester in der Nacht im Nil zu baden pflegten.
Auch vor jedem Betreten eines heiligen Ortes nahm man ein ausgiebiges Bad, um nichts zu entweihen oder zu beschmutzen. Ein gutes Beispiel dafür, wie sehr diese Vorstellung auch noch heute in unseren Kulturen vorhanden ist, zeigt das Badezeremoniell der Inder im Ganges.
 
In der Antike begründete sich bereits das heutige Bäder-Kur-Wesen.
Im alten Griechenland begann man bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. mit Wasser zu heilen und gründete öffentliche Bäder. Auch die ersten Dampfbäder wurden damals von Ärzten erfunden.
 
Dieses Wissen wurde von den Römern selbstverständlich übernommen und weiterentwickelt. Die warmen Quellen Roms eröffneten weitere Therapiemöglichkeiten. Aber auch das Vergnügen am Baden an sich kam nicht zu kurz und man baute schier unglaublich luxuriöse "Badeanstalten".
 
Diesem sinnlichen und gesundem Vergnügen brachte das nun aufkommende Christentum wenig Verständnis entgegen und diese Kultur verfiel zusehends.
Erst im 11. Jahrhundert nach Christus begann man erneut, sich mit der Reinigenden Kraft des Wasser zu beschäftigen, indem man so genannte Schwitzbäder zelebrierte.
 
Während der Kreuzzüge entwickelte sich die feine, kosmetische Badekunst im Morgenland. In den orientalischen Badehäuser badeten die Haremsdamen erstmals mit Kräutern und Gewürzen.
 
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden auch in Europa die Schwimmbäder wieder beliebt und man besann sich auf die gesundheitsfördernden Wirkungen des Badens.


Grundregeln des Badens

RosenbadDas Badewasser sollte nie zu heiß sein. Viele Menschen, die unter Kreislauf- oder Herzproblemen und Venenerkrankungen leiden aber auch Schwangere sollten vorsichtig sein.

Die durchschnittliche Badetemperatur sollte ca. 38 Grad Celsius betragen und man sollte maximal 15-20 Minuten im Wasser verbringen.

Die Raumwärme im Badezimmer sollte ca. 25-30 Grad Celsius betragen. Sie sollten anschließend nicht frieren!Grundsätzlich gilt, dass alle bekannten Heilpflanzen zum Baden verwendet werden können.